In manchen Fällen kann sich die Hypnose auch negativ auswirken. Die Informationen dazu finden Sie hinter dem entsprechenden Link.
Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass ich Menschen mit
-Psychosen (z.B. Schizophrenie...)
-Persönlichkeitsstörungen
-Epilepsie und ähnlichen Anfallserkrankungen
-kürzlich vorgefallenem Herzinfarkt oder Schlaganfall
-Erkrankungen des zentralen Nervensystems
-Thrombosen
-einer geistigen Behinderung
-Suchterkrankungen (Drogenabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit, Alkoholabhängigkeit)
-schwere endogene Depressionen
nicht hypnotisiere. Hier sind andere Therapieformen erfolgsversprechender.
Kontraindikation: Psychosen
Von der Behandlung von Psychosen mit Hypnose in einer ambulanten Praxis wird grundsätzlich abgeraten, da die Wirkung der Hypnose bei Psychotikern nur schwer abschätzbar ist und im Zweifel eine Verschlechterung des Zustandes des Klienten möglich ist. Hypnose wird hin und wieder von Spezialisten in einem klinischen Umfeld unter Aufsicht eines Facharztes durchgeführt.
Anzumerken ist auch, dass bei Psychosen durch den Einsatz von Hypnose lediglich eine Linderung, nicht aber eine Heilung zu erwarten ist.
Kontraindikation: Persönlichkeitsstörung
Eine ganze Reihe von Hypnosetherapeuten haben in den vergangenen Jahrzehnten versucht, die Hypnose zur Behandlung von Persönlichkeitsstörungen zu nutzen. Dabei zeigte sich, dass die Hypnose bei Persönlichkeitsstörungen nahezu wirkungslos ist und kaum eine Verbesserung der Situation des Klienten zu erwarten ist.
Es ist zwar in der Regel auch keine Verschlechterung zu erwarten, aber allein die Tatsache, dass keine Verbesserung zu erwarten ist und dem Patienten die Hypnose Geld kostet, sehe ich von einer Hypnose ab.
Kontraindikation: Epilepsie
Obwohl die Hypnose sich unter bestimmten Umständen sehr positiv auf den Verlauf einer Epilepsie auswirken kann, besteht dennoch das Risiko, damit einen Anfall zu provozieren oder bei falschem Einsatz die Anfallshäufigkeit zu erhöhen.
Deshalb sollte die Hypnose bei Epilepsie-Patienten nur eingesetzt werden, wenn eine adäquate medizinische Überwachung und Versorgung gewährleistet ist (z.B. im klinischen Umfeld unter der Leitung eines Facharztes). In einer ambulanten Praxis wird die Hypnose von Epilepsie-Patienten als zu riskant angesehen.
Kontraindikation: Herzinfarkt, Schlaganfall
Bei Klienten mit einem kürzlich erlittenen Herzinfarkt oder Schlaganfall bestehen beim Einsatz von Hypnose ähnliche Risiken wie bei Thrombose-Patienten. Durch eine Weitung der Blutgefäße könnte sich ein Gerinnsel lösen und eine lebensbedrohliche Embolie verursachen.
Die Hypnose sollte deshalb erst angewandt werden, wenn der behandelnde Facharzt eine mögliche Tiefenentspannung als unbedenklich ansieht (in der Regel 3 Tage bis 6 Wochen nach dem Herzinfarkt / Schlaganfall). Anschließend kann die Hypnose sehr nützlich für die Betroffenen sein (z.B. in der Reha, zur Regeneration oder zur weiteren Anfallsprophylaxe).
Kontraindikation: Erkr. d Zentralen Nervensystems
Wenn das zentrale Nervensystem aufgrund einer Erkrankung oder einer Schädigung durch einen Unfall gestört ist, kann es zu einer fehlerhaften Weitergabe von Informationen aus dem Gehirn in den Körper oder umgekehrt kommen. Dies kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, deren Art und Ausmaß vorab kaum absehbar sind. Hypnose sollte bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems also nur in einem entsprechend geeigneten Umfeld (Klinik / Facharztpraxis) durchgeführt werden.
Kontraindikation: Thrombose
Die Hypnose hat zumeist eine stark entspannende Wirkung, die auch zu einer deutlichen Weitung der Blutgefäße im Körper führen kann (was in vielen Fällen eindeutig erwünscht ist!).
Bei Thrombose-Patienten entsteht dadurch aber das Risiko, dass der Thrombus ins Rutschen kommt, was im schlimmsten Fall zu einer lebensgefährlichen Embolie führen könnte.
Kontraindikation: schwere endogene Depressionen
Der Grund, warum Hypnose bei bestimmten Formen der Depression nicht oder nur mit besonderer Vorsicht angewandt werden sollte, liegt darin, dass der Zustand der hypnotischen Trance bei einigen Formen von Depressionen den Zustand des Klienten verschlechtern kann.
Die hypnotische Trance sorgt für eine Art "Beruhigung" verschiedener Gehirnaktivitäten. Eines der zentralen Probleme bei Depressionen ist zumeist, dass bestimmte Gehirnareale unteraktiviert sind. Die hypnotische Trance kann nun im ungünstigen Fall "in die selbe Kerbe schlagen" und bewirken, dass die unteraktivierten Areale des depressiven noch weiter heruntergefahren werden.
Beim gesunden Menschen fährt das Gehirn nach Ausleitung der Hypnose wieder hoch in den normalen Wachzustand. Beim Depressiven kann es aber sein, dass die unteraktivierten Areale, die für die Depression verantwortlich sind, das nicht schaffen und nun im Anschluss an die Trance in ihrer Aktivität noch geminderter sind als zuvor. Das bedeutet, dass der Klient inach der Hypnose "noch depressiver" als vorher ist - und zwar völlig unabhängig vom Inhalt der Hypnosesitzung und den darin gegebenen Suggestionen.
Diese Betrachtungsweise bezieht sich vor allem auf so genannte "endogene Depressionen", die sich von den "reaktiven Depressionen", die nicht aufgrund einer reinen Dysfunktion im Gehirn sondern vor allem aufgrund belastender Lebensumstände entstehen, in ihrer neurologischen Funktionsweise stark unterscheiden können. Reaktive Depressionen können häufig sehr gut mit Hypnose behandelt werden. Da es für den Therapeuten aber oft sehr schwer ist, zu unterscheiden ob eine Depression endogen oder reaktiv ist, ist bei Depressionen grundsätzlich erhöhte Vorsicht geboten bis sichergestellt ist, dass der Klient sich wirklich für eine Behandlung mit Hypnose eignet. Eine Verschlechterung seines Zustands nach einer Hypnosesitzung sollte auf jeden Fall als Indiz gesehen werden, dass es sich um endogene Depressionen handeln könnte.
Aus diesem Grunde ist eine Abklärung der Depressionsursache vor Hypnose von großer Bedeutung.
Kontraindikation: Geistige Behinderung
Aufgrund der Funktionsstörungen im Gehirn geistig behinderter Menschen und der dadurch veränderten Abläufe im Inneren ist die Wirkung der Hypnose zumeist nicht oder nur sehr schwer kalkulierbar. Entspannung könnte in Aggression umschlagen, Phantasiereisen könnten zum Horrortrip werden, klassische Anwendungen könnten eine ganz andere Wirkung verursachen als sie eigentlich sollten.
Kontraindikation: Suchterkrankungen
Hypnose ist zur Behandlung von Suchterkrankungen nur bedingt geeignet.
Bei stoffgebundenen Süchten liegt der Grund vor allem in der Rückfallprophylaxe nach Entzug, der auf klassischem Weg z.B. in einer Entzugsklinik stattfinden sollte. Die Hypnose ist für den Entzug nicht optimal geeignet, da Drogen, Medikamente und Alkohol die Gehirnfunktionen stark beeinflussen können und eine klassische Therapie mit Hypnose bei vielen Suchtpatienten nicht möglich ist. Durch den Drogen- oder Alkoholeinfluss kann der Klient/Patient den nötigen Trancezustand nicht erreichen.
Ist der Entzug bereits durchgeführt und der Patient "clean", kann die Hypnose dabei helfen, Entzugserscheinungen zu mildern, den Willen zu stärken und den Übergang in ein suchtfreies Leben besser zu bewältigen.
Eine Ausnahme hierbei sind nicht stoffgebundene Süchte wie z.B. die Spielsucht, die Kaufsucht oder die Computerspielsucht, bei denen das Gehirn nicht von extern zugeführten Stoffen beeinflusst ist. Sie sind durch Hypnose teils sehr gut behandelbar.
Ebenso ist die Raucherentwöhnung eine Ausnahme, da das Nikotin sich nicht auf die Trancefähigkeit des Klienten auswirkt und er somit behandelbar bleibt.
@ TherMedius-Institut

