Was ist Hypnose?

 

Schon  500  Jahre  vor  Christus  haben  die  Ägypter  Hypnose  im

Serapis-Tempel in Memphis  und  auch in den Isis-Tempeln entlang

des Nils angewandt. Priester versetzten die Kranken in einen neun

Tage  dauernden  „magnetischen  Schlaf“.  Auch  über die Griechen

lässt  sich  nachlesen,  dass  diese  vor  mehr  als  2000 Jahren im

Bereich  der  Hypnose  sehr  aktiv  waren.  Vom  Gott  des Schlafes

"Hypnos"  leitet  sich  auch  der  Begriff  Hypnose  ab.  Die Hypnose

wurde in den  deutschsprachigen  Ländern lange ignoriert, ganz im

Gegensatz zum  Rest der Welt. Dies  hat geschichtliche Gründe und

ist umso bedauerlicher, da gerade in Europa die Hypnose eine lange

Tradition  als  Heilverfahren  hat.  

 

Der  Zustand  der  Hypnose  oder besser gesagt, der Trance, ist tiefe Entspannung, in dem der Mensch in ein anderes Bewusstsein übergeht. D.h. die Aufmerksamkeit ist auf den eigenen Körper und das eigene Leben gerichtet.

Er kann in diesem Bewusstsein Dinge wahrnehmen und erkennen, zu denen er sonst keinen Zugang hat. Der Mensch schläft dabei nicht und ist bei vollem Bewusstsein. Er ist am Prozess beteiligt und nimmt alles um sich herum wahr. Er kann sprechen und jederzeit die Sitzung unterbrechen bzw. abbrechen.

 

In der Hypnose öffnet sich das Unterbewusstsein, was bedeutet, dass das Gehirn zielgerichtete Suggestionen aufnimmt, versteht und verarbeitet. Das Unterbewusstsein (Teil unseres Gehirns) hat jede Sekunde unseres Lebens gespeichert und kennt jede Zelle in unserem Körper. Da auch Verhaltensweisen im Unterbewusstsein gespeichert sind, können sie wieder gezielt gelöscht bzw. verändert werden.

Einmal erlebte bedrohliche Situationen können umbewertet werden, sodass sich die daraus resultierende heutige Belastung auflösen kann.

 

In der Trance lassen sich schnell die Ursachen einer psychischen oder psychosomatischen Störung erkennen und wenn die Ursache erkannt ist, findet sich auch schnell der Lösungsweg zur Heilung.

 

Ein Beispiel zur Störung "Angst": 

 

Ein Kind erlebt eine angstauslösende Situation. Das später ältere Kind oder der Erwachsene würde diese Situation nicht mehr unbedingt als bedrohlich empfinden, weil er mit dem älter werden auch neue Erfahrungen gemacht hat. Leider kann die damals erlebte Situation verbunden mit dem Gefühl Angst fest im Unterbewusstsein gespeichert sein. So kann es passieren, dass das Gehirn bei einer später ähnlich erlebten Situation, die als ganz unbedeutend empfunden wurde, eine Verknüpfung zu der damals erlebten Situation herstellt.

Dies bekommen wir in den meisten Fällen gar nicht bewusst mit. Wir erleben jedoch plötzlich das damalige Gefühl Angst, obwohl kein für uns ersichtlicher Grund vorliegt.

Hier nutze ich die Hypnose, um an die Ursache dieser Angst zu gelangen und das damals Erlebte umzubewerten, sodass sich die heutige Belastung auflösen kann. 

 

In der Medizin und Therapie gewinnt die Heilung durch Hypnose als schnell wirkendes und effizientes Therapieverfahren immer mehr an Einfluss und Bedeutung.

Die Hypnose ist im Sinne des Psychotherapeutengesetz wissenschaftlich anerkennt und erzielt gute Erfolge. Sie hat im Gegensatz zu vielen anderen Behandlungsmethoden keine Nebenwirkung. 

Da die Hypnose Selbstheilungskräfte, die jeder Mensch in sich trägt, aktiviert, wird sie sehr effektiv zur Unterstützung von Heilungsprozessen eingesetzt.